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Fragen an Dr. Udo Obermeier

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass mindestens jeder Fünfte an einer Funktionsstörung des Kausystems leidet. Anhaltende Schmerzen im Kopf-, Nacken-, Schulter- und Wirbelsäulenbereich können ein Hinweis darauf sein, dass hier etwas nicht stimmt. Viele Patienten, die in die Praxis Dr. Obermeier in Verl kommen, haben schon eine Odyssee bei verschiedenen Ärzten hinter sich, bis dann der Patient oder ein Arztkollege eine Überprüfung des Kausystems in Erwägung zieht. Was nur wenige wissen: Ein fehlerhafter Biss kann die gesamte Statik des Körpers beeinträchtigen und nicht selten zu chronischen Schmerzen bis hin zum Tinnitus führen. Wir haben bei Dr. Obermeier genauer nachgefragt.

Warum ist der Biss für die Körperstatik wichtig?

Körper und Zähne bilden normalerweise eine harmonische Einheit. Eine abweichende Bisslage kann sowohl Ursache als auch Folge einer Störung der Körperstatik sein. Wenn sie ursächlich ist, dann bewirkt die Fehlverzahnung eine Verlagerung des Kiefergelenks. Dies hat dann unmittelbaren Einfluss auf die Muskulatur der Nackenwirbelsäule. Schmerzen und Spannungen im Körper können die Folge sein.

Wie wird ein Fehlbiss diagnostiziert?

In unserer Praxis stehen dazu mehrere Verfahren zur Verfügung. Zunächst lasse ich mir die Beschwerden detailliert beschreiben und schaue mir die Situation genau an. Viele Probleme sind bereits jetzt erkennbar. Wo genau der Fehler liegt, lässt sich dann sehr präzise mit spezieller, meist digitaler Diagnostik feststellen. Neben dem Gelenksimulator, bei dem die Bisssituation auf der Grundlage von Abdrücken genau analysiert wird, steht uns z. B. ein spezieller Mundscanner zur Verfügung, der das Zubeißen in allen Einzelheiten digital aufzeichnet. Auf einer animierten Computergrafik ist erkennbar, zu welchem Zeitpunkt an welcher Stelle und in welcher Intensität ein Zahnkontakt stattfindet oder fehlt. Um der Ursache z. B. von Schmerzen auf den Grund zu kommen, beschränken sich unsere Untersuchungen jedoch nicht nur auf den Mund. Dazu setzen wir einen speziellen 4D Körperscanner ein, der die Körperhaltung und die Auswirkungen des Bisses auf die Wirbelsäule aufzeigt und analysiert (siehe Foto).

Welche Vorteile hat für Sie die digitale Diagnostik?

Sie ist besonders präzise, schnell und für den Patienten bequem und ohne jegliche Nebenwirkungen, da es z. B. keine Strahlenemissionen gibt. Sie kann daher auch jederzeit wiederholt werden, um z. B. die Funktion einer Aufbissschiene zu überprüfen.

Was bedeutet die Diagnose „CMD“?

Das ist die Abkürzung für „Craniomandibuläre Dysfunktion“. CMD bedeutet, dass bei maximalem Zubiss die Kiefergelenke nicht zentriert sind bzw. die Zähne nicht aufeinander passen. Dadurch wird der Unterkiefer „heimatlos“ und es können Spannungen und Schmerzen, ja sogar Ohrgeräusche auftreten.Es wird geschätzt, dass mindestens 20 % der Menschen davon betroffen sind, aber nur die wenigsten wissen davon.

Wie behandeln Sie diese Fälle?

Das hängt natürlich von der individuellen Diagnose ab. Infrage kommen hier beispielsweise – in Abstimmung mit dem behandelnden Orthopäden – physiotherapeutische und osteopathische Therapien wie auch gezielte kieferorthopädische Behandlungsmethoden. Das kann das nächtliche Tragen einer Aufbissschiene sein, die den Fehlstand der Zähne ausgleicht, oder die ursächliche Therapie der Zahn- und Kieferfehlstellung mit festen oder herausnehmbaren Zahnspangen.

Wie lange dauert die Behandlung?

Eine Schiene wird in der Regel über Jahre getragen. Das machen die Patienten gerne, da unsere Erfahrungen zeigen, dass in der Regel schon nach wenigen Wochen eine Linderung der Symptome einsetzt. Eine kieferorthopädische Behandlung kann – je nach Befund – etwa ein bis eineinhalb Jahre dauern.

Spielt das Alter des Patienten bei der Behandlung eine Rolle?

Glücklicherweise nein. Die therapeutischen Maßnahmen werden grundsätzlich ganz individuell an den Patienten angepasst.

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